Die Synthese zwischen Islamismus und Nationalismus in der heutigen Türkei entlang des Kapitalismus unter dem Aspekt des Personenkults

Die Statuen Atatürks wurden in der Türkei zuletzt vermehrt angegriffen und in der medialen Berichterstattung mit der Begründung des Täters, dass im Islam kein Platz für eine “Götzenverehrung” sei in den Nachrichten gemeldet. Der Personenkult um Atatürk ist nach und nach verblichen. Seine Poster wurden entfernt, die Namen an Großbauten geändert. Die Leere war aber keine emanzipatorische. Durch die religiöse Beladung Erdogans transformierte sich der Personenkult entsprechend des neuen osmanischen Zeitgeistes der Türkei. Die religiöse Beladung erfolgte durch unterschiedliche Titel und am Ende ist ein neuer Gottkönig geboren:

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Der Status des Gottkönigs wird durch herrschaftsbezeichnende religiöse Titel auch von islamistischen Theologen zugeschrieben:

-Khalif eines neu zu erschaffenden Türkei’s

-Mudschaddid, der Religionserneuer

-manche reden sogar vom Mahdi:

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So verändert sich der Personenkult, religiös überladen zu einem Kult, dem das Leben der eigenen Kinder aufgeopfert werden kann, wie die AKP Frauenbeauftragte aus Corum  in einem Videoausschnitt mit den Worten “Das Leben meiner Kinder soll verkürzt werden, um ihres (Erdogan ansprechend) zu verlängern” zum Ausdruck bringt.

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